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Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Seine Versprechen nicht zu halten ist nicht gerade der beste Zug, den man sich vorstellen kann – und seit dem letzten post auf CFM ist ja auch gerade mal ein dreiviertel Jahr vergangen. Schande über mein Haupt und auch Schande auf all die verweigerte Kommunkation, die durch permanentes Ignorieren des CFM Mail-Postfachs entstanden ist. Die traurige Wahrheit ist, dass CFM keinen Re-Launch erleben wird, die lange Zeit ohne neue Beiträge ließ sicherlich schon darauf schließen, aber ich wollte es wenigstens nochmal aussprechen. Warum es kein Wiederkommen des Blogs geben wird, ist dabei gar nicht so einfach zu benatworten. Es spielt einfach so vieles mit rein: kein Geld, Motivationsprobleme, veränderte Lebensumstände, (kein Plan von der “Szene” mehr) etc. pp.

Was ist geblieben: die Liebe zur Musik; was ist verschwunden: die Euphorie, sie immer wieder neu zu entdecken. Auch hier sind die Gründe vielfältig, aber das Fehlen jeglicher finanziellen Möglichkeiten zur Anschaffung physikalischer Tonträger ist für einen passionierten Sammler wohl einfach zu deprimierend – und sich immer wieder Appetit zu holen und dann vom Steak doch nur den Geruch zu schmecken muss letztendlich zur Resignation dem Steak gegenüber führen. Der Appetit bleibt wohl aber doch bestehen. Genug Gesudel an dieser Stelle.

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Father John Misty – Fear Fun

(Subpop 2012)

Musikalischen Geburtstag zu feiern, das kennt wohl jeder: endlich ein neues release einer geliebten Band. Nur blöd wenn mans verpasst. Nur gut, wenn man Kollegen hat, die einen dann doch noch dran erinnern. Einen riesen Dank will ich damit an Jan übermitteln, der mich mit einer unscheinbaren Nachricht auf das wohl Schönste hinwies, was vollkommen an mir vorbei gegangen wäre – nicht zuletzt deswegen, da man ingame bei League of Legends nicht viel von der Musikwelt mitbekommt. Scheiß Zocken. Um was gings, klar, im Titel stehts schon: J. Tillman und neue Musik vom Großmeister der gemütlichen Unterhaltung.

Hat der Kerl sich umgenannt zu Father John Misty (“hey, das J ist wenigstens gelieben”) und ich hab es nicht gerallt bekommen. Dumm und schade. Aber mit Happy End – zum Glück. Wie dem auch sei, Joshua ist Father John und ich bin froh, dass es nun auch im Netz ein paar Infos zu fnden gibt (jeder, der mal nach J. Tillman gesucht hat, weiß, dass Infos irgendwie sehr spärlich gestreut waren und man ständig auf einer Myspace Seite gelandet ist, die alles war, aber nicht die vom Musiker J. Tillman). Deswegen auch gleich mal hier drauf gehen und bisschen verweilen: http://fatherjohnmisty.tumblr.com.

Wieder zurück auf CFM? Ja dann…also was hat mir Jan im Speziellen geschickt gehabt in seiner Message via Last.fm? Genau, einen link, nämlich genau den zum offiziellen Video vom track Hollywood Forever Cemetery Sings vom 2012er outlet des Vater John. Sehr sehenswert (nicht zuletzt wegen der bezaubernden Parks and Recreation April alias Aubrey Plaza). Aber: vor allem sehr hörenswert und gut fürs musikalische Herz.

Es wäre etwas zu übertrieben, wenn ich schriebe, dass ich im ersten Moment verwundert war über Joshuas sound, denn gerade von Vacilando Territory Blues war man ja schon einiges gewöhnt und ahnte (Singing Ax bahnte den Weg ja geradezu zu Fear Fun), dass in Tillman mehr stecke als der traurige Texter schwerfälliger, wunderschöner Folk Lieder (die ersten Versuche zu rocken gab es immerhin schon 2006 mit Minor Works, auch wenns da nicht gekalppt hatte und ein pures Folk Album rauskam).

Nunja, Tillman hat auf jeden Fall eine Schippe zugelegt was seine Variationsfreudigkeit angeht (oder auch nicht: in memoriam Year In The Kingdom). Alles wird komplexer; musikalischer wäre das falsche Wort, es sei denn man würde es verstehen als “voller und mehr arrangiert” (Now I’m Learning To Love The War ist da wohl das Paradebeispiel für das, was ich meine). Aber erstmal zurück zum Video und zu Hollywood Forever Cemetery Sings. Im Ernst, ich kann mir nicht helfen, aber das Lied hat Tillman bestimmt von den B-Seiten von Low geklaut. Damit wäre dann alles gesagt, Tillman und Low in einem Lied – (hier könnten Worte stehen, fehlten sie nicht gerade).

Aber Fear Fun als Folk/Slowcore-Mix zu beschreiben scheitert – nicht zuletzt an Liedern wie dem bluesigen und countrylastigen Writing A Novel. WTF Father John? Aber ok, es passt ins Gesamtkonzept des Albums (gerade wohl deswegen, da es so überhaupt nicht reinpassen will) und es ist, sin mer ehrlich, verdammt geil – nur n bisschen Tillman unlike, dafür wahrscheinlich viel Father John Misty’er. Und ganz im Ernst, wer Tillman musikalisch ist, dass ist sowieso nicht wirklich zu fassen bei der Vielfalt seiner musikalischen Ausformungen. Wie also Fear Fun beschreiben? Am besten anhören und keine Erwartungen und nur vollstes Vertrauen in den guten alten Jay haben. Der macht das schon und der macht das auch gut, klar, er fordert einen mit Tee-Pee’s 1-12, aber was muss, muss und Tillman musste wohl halt auch einfach. “What the hell you are doing here” singt er dort, is klar. Neija, lasst euch mal überraschen, nur soviel: das Gespenstische was aufgrund von viel Delay und Hall durch einige der Lieder auf Fear Fun kriecht, es fehlt in diesem Saloon-Schunkler ziemlich vollends. Logisch, dass mit dem Rausschmeißer Every Man Needs A Companion ein absolutes Highlight der neuen Platte folgt – zu dem man dann wohl doch nicht unbedingt im Saloon schunkeln möchte (und dann doch wieder: warum eigentlich nicht?).

Zusammenfassung: Ohren auf, geil und kaufen. (Und wehe, hier zieht sich einer die Platte ausm Netz und kauft sie dann nachher im Mai net bei Subpop im Original, dann gibts Haue vom Onkel!)

Schade übrigens, dass Tillman nicht bei Western Vinyl geblieben ist – aber: man kann net alles haben. 2012 ist gerettet, danke Jan, danke Vater John, so viele Js…

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Leonard Mynx – Le Petit Mort
self-released 2010

[tags: folk, alt country, experimental, FREE, 2010]

Listen while reading:

Sing Radio (from Le Petit Mort)

The Bones (from Le Petit Mort)

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Everything seems to point straight to Portland/Oregon – always. So much musical talent and so much good music comes from there, that I don’t want to believe, that it’s sheer coincidence. But this is no secret and Portland is well known for his flowering music scene. Another artist hailing from Portland you’re may be not aware of, is Leonard Mynx who just self-released his second album Le Petit Mort. This particular album will be given away for free in late spring and it seems that it is the perfect music for a Sunday afternoon. On the one side there is some chilled acoustic folk representing weekend’s spare time, on the other hand Sunday is and always was the cursed Saturday because it leads straight to Monday. And for that, Sunday can be a real pain in the arm. This darker side of Sunday afternoons is really good reflected by the darker side of the record. But I will come to this shortly.

If you listen to Le Petit Mort you mustn’t expect the usual alt country and folk influenced album for it clearly reaches over this description. Tracks like the beautiful album opener Sing Radio seem to tell you otherwise for it is pure alt country, maybe in the vein of the new Joe Pug release Messenger (about which you will read here soon too). The drums suite the guitars very well and Leonard’s voice got some serious life experience in it – and at the least when the harmonica kicks in, you have fallen in love with the track. But as soon as you reach track 4, The Bones, you will see that your early feeling wasn’t right.

Further up I spoke of the darker side of the record and this track is the reason why I did so. Passed is the cozy alt country sound, what follows is avant-garde singer-songwriter stuff with circus influences and filtered vocals. The surprising thing is that you don’t have the feeling that this disturbs the overall experience of the album – that is if you heard the whole thing at least twice. The reason for it isn’t so hard to find: if you try to describe how the album sounds, you can’t say that it is alt country with one experimental exception, because you’ll find this “exception” again in the tracks Maybe and Float. This means, that they are constitutional for the overall character and no exceptions (because 3 of 8 tracks are experimental). And if you have this in mind, you’ll come to the conclusion that those tracks don’t disturb but initially create. Two amendments: as I said that The Bones has circus influences I only meant this track and not Maybe or Float, these two work with other experimental features such as reverb or distortion.
The second amendment is sort of a redundant side note: There was a time I listened to metal (no way! – yet it’s true) and one album really stayed in my mind even though I never had a physical copy of it, sigh: King Diamond’s concept album The Puppetmaster. I don’t know why, but as I listened to The Bones something triggered this memory – and that’s really strange because both artists share like zero characteristics…maybe it’s something to the atmosphere or the mood of the track – who knows.

At the end I’m a bit baffled how I could tag this music – avant-garde alt country, alt country influenced experimental singer-songwriter stuff, experimental folk country…hmm. Mynxed alt country seems to be the best I can think of. Maybe this is also the right term to describe Sunday’s disambiguation between spare time and weekend vanitas: mynxed. To grab Le Petit Mort and to get your personal little trip through the music world of Leonard Mynx (MySpace) you have to wait until late spring when he will release a free digital version as well as a physical CD version with even more tracks on it. Firstly you maybe will be a bit scared, but only a scary ghost train is a good ghost train, isn’t that so?

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